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Ein Problem, das groß genug für KI und ‘Schwarmintelligenz’ ist, um es zu lösen

F-Secure Deutschland

08.01.20 3 Minuten Lesezeit

Stehen wir kurz davor, das Versprechen der künstlichen Intelligenz (KI) zu verwirklichen? In seiner Rede auf der Slush 2019 zeigte Mikko Hyppönen, Chief Research Officer von F-Secure, dass bedeutende Fortschritte bei der Nutzung der künstlichen Intelligenz möglich sind, wenn man ein unmenschliches Denken auf das maschinelle Lernen anwendet.

Mikko erinnerte sich an einen Artikel in einem finnischen Technologiemagazin, in dem die Zeit für eine KI-ähnliche Technologie “vor der Tür” stand.

Diese Worte wurden im April 1983 veröffentlicht.

Heute schreiten maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz schneller denn je voran. Dennoch dreht sich die Diskussion über KI immer noch hauptsächlich um das, was Mikko das Klischee der “übermenschlichen Intelligenz” nannte – Computer, die wie Menschen denken oder handeln, aber auf übermenschliche Weise.

“Vielleicht ist das aber nicht der wahre Weg, so darüber zu denken”, sagte er. “Vielleicht können wir es besser machen.”

Projekt Blackfin ist ein neues Projekt von F-Secure. Es zielt darauf ab, die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz neu zu überdenken, indem kollektive Intelligenz eingesetzt wird, die übermenschliche Fähigkeiten nachahmen könnte, die durch das kooperative Verhalten von Tieren, wie Fischschwärme, Vogelschwärme oder Ameisenkolonien, dargestellt werden.

Mikko schlug vor, dass wir diese “Schwarmintelligenz” nutzen könnten, um die größeren Probleme der Sicherheit auf der Erde und im Cyberspace zu lösen.

Ein ziemlich großes Problem

“Wenn wir unsere Arbeit richtig machen, dann bleibt sie unsichtbar”, sagte Mikko und verglich das Thema Computersicherheit im globalen Maßstab mit dem klassischen Videospiel Tetris. “Deine Erfolge verschwinden, aber deine Misserfolge häufen sich.”

Leider sind die Möglichkeiten des Scheiterns fast unendlich. Cybersicherheitsprofis “müssen mit massiven Mengen an Angriffen, Millionen von Malware-Samples, Millionen von Angriffen rechnen”. Die Bekämpfung der Cyberkriminalität in diesem Ausmaß stellt für Menschen und Unternehmen eine massive technologische Herausforderung dar.

Mikko zitierte Gustav Söderström, Spotify’s Chief R&D Officer, der bei Slush sagte: “Man muss ein ziemlich großes Problem haben, damit künstliche Intelligenz als Lösung Sinn macht.

Die Computersicherheit, so Mikko, ist “ein ziemlich großes Problem”.

Die Weisheit des Schwarms

F-Secure hat 2005 erstmals maschinelles Lernen auf die Cybersicherheit übertragen. “Wir nannten es nicht ‘künstliche Intelligenz’, weil wir Finnen sind”, sagte Mikko. “Wir nannten es etwas viel Langweiligeres.”

Die Art und Weise, wie dieses Unternehmen und Cybersicherheitsunternehmen im Allgemeinen maschinelles Lernen eingesetzt haben, besteht darin, Daten, die von einer großen Anzahl von Endpunkten gesammelt wurden, zu korrelieren und zu vergleichen.

“Wenn wir diese neuen Funktionen der Schwarmintelligenz nutzen und wenn wir die Intelligenz innerhalb eines sogenannten Agents hinzufügen, entstehen kompliziertere Verhaltensweisen und komplexere Fähigkeiten.

Er weist darauf hin, dass der Einsatz dieser Technologie in mehreren Bereichen nützlich sein könnte. Dazu gehören Logistik, Energie und natürlich auch die Cybersicherheit.

“Und dann ergänzen wir agents-basiertes Lernen um Dinge wie föderative Lernmechanismen. Dann geht es nicht nur um die Intelligenz eines einzelnen Agents.”

Durch die Netzwerkanbindung konnten die Agents Daten austauschen, um die Entscheidungsfindung zu verbessern. Wenn sich die Agents mit der Cloud verbinden können, können die gemeinsam genutzten Daten die Effektivität des Schwarmes weiter erhöhen. Ein Internetzugang, der aus verschiedenen Gründen, unter anderem wegen eines Malware-Angriffs, nicht verfügbar sein kann, ist jedoch nicht notwendig.

“Föderative Lernmechanismen funktionieren besser mit Netzwerkverbindungen. Aber es braucht sie nicht”, sagte Mikko. “Allein ist gut. Zusammen sind sie noch besser.”

Die Zukunft ist jetzt

F-Secure nutzt bereits Schwarmintelligenz in der Lösung Rapid Detection & Response Service.

“Wir haben bereits verhindert, dass Mechanismen Fehlalarme melden”, erklärte Mikko.

Angesichts des massiven Mangels an Cyber-Sicherheitsexperten und der unaufhörlichen Zunahme von immer fortschrittlicheren Angriffen ist alles, was dazu beiträgt, die Ressourcen auf die wahren und dringenden Probleme zu konzentrieren, für Unternehmen von Vorteil.

“Es funktioniert bereits. Und das ist der Anfang eines mehrjährigen Projekts.”

F-Secure Deutschland

08.01.20 3 Minuten Lesezeit

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