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Mehr Datensicherheit auf Social Media gegen Fake-Inhalte – Vorhersagen 2021

F-Secure Deutschland

12.01.21 3 Minuten Lesezeit

In diesem Jahr werden Betreiben von sozialen Netzwerken für mehr Datensicherheit bei Social Media sorgen müssen. Denn die Plattformen müssen konsequenter moderiert werden, um den Kampf gegen Fake News und Co aufzunehmen. Genauso müssen sie verstärkt gegen Accounts vorgehen, die weitere schädliche Inhalte verbreiten und sogar andere Nutzer bedrängen.

Zwar haben die Social-Media-Unternehmen bereits einige Maßnahmen gegen falsche und problematische Inhalte auf ihren Plattformen ergriffen, allerdings waren diese Aktionen zu zaghaft oder kamen viel zu spät. Schließlich hat die mangelnde Moderation auf Social-Media-Plattformen unser Informations-Ökosystem bereits schwer beschädigt.

Algorithmen und Menschen für mehr Datensicherheit

Zwar sind die von sozialen Netzwerken benutzten Algorithmen sehr effektiv darin, Nutzern mit Inhalten in Kontakt zu bringen, die sie sonst nicht gefunden hätten. Einerseits sind viele diese Mechanismen unbedenklich, aber andererseits sind dadurch viele Menschen so mit Fake News und Fake-Accounts in Kontakt gekommen. Demnach sind einige sogar verleitet worden, Verschwörungstheorien zu folgen und sich sogar extremistischen Gruppen anzuschließen.

Daher hätten diese Empfehlungsalgorithmen mit mehr Moderation oder Datenschutzbestimmungen gekoppelt werden müssen, um die Verbreitung von schädliche Social-Media-Inhalte zu verhindern. Denn manche digitale Bedrohung hätte vermieden werden können: Desinformation, gefälschte Accounts, koordinierte Contentverbreitung und gezielte Belästigung von User.

Überwachung von Social Media gegen Fake-Inhalte

Obwohl es auf diesen Plattformen eine gewisse Überwachung im Sinne der Datensicherheit gibt, ist sie aber nicht auf die Anzahl der Nutzer und die jeweiligen Regionen abgestimmt. Daher testet unsere Gesellschaft diese Systeme seit über einem Jahrzehnt in einer Art Beta-Phase und leidet unter unzureichende Datensicherheit bzw. Datenschutz.

Regelungen für mehr Datensicherheit für Soziale Netzwerke

Inzwischen könnten Social-Media-Unternehmen aber auch an der Regulierungsfront Probleme bekommen. Beispielsweise erklärte Facebook kürzlich, dass die EU-Vorschriften bezüglich Datenübertragung und Datensicherheit dem Unternehmen das Leben schwermachen würden. Das ging bis hin zu der Überlegung, ihre Dienste aus der EU abzuziehen.

Zusätzlich könnte in diesem Jahr die USA Abschnitt 230 des Communications Decency Act, ein US-Bundesgesetz, überarbeiten. Bisher befreit diese Regelung die Social-Media-Plattformen von einer Haftung für das, was Nutzer darauf posten. Sollte aber Section 230 geändert oder aufgehoben werden, können Betreiber von sozialen Netzwerken für die Verbreitung von schädlichen Inhalten verantwortlich gemacht werden.

Genauso werden Unternehmen ihre Arbeitsweise ändern müssen, um künftig Gesetzesverstöße zu vermeiden, sollte die EU die Regelungen für den Datenschutz in den Social Media tatsächlich durchsetzen.

Mittlerweile gibt es viele Vorschläge für die automatisierte Moderation bei Social-Media-Inhalten. Allerdings kämpfen die meisten dieser Instrumente entweder mit relativ hohen Falsch-Positiv- oder Falsch-Negativ-Quoten. Denn Inhalte werden in einer Vielzahl von Formaten veröffentlicht werden, zum Beispiel Text, Audio, Video und Bilder. Dementsprechend brauchen all diese Formate unterschiedliche Analyseansätze. Das heißt konkret: Die Arbeit kann nicht komplett automatisiert werden, um die Nuancen zu verstehen, die nur Menschen in der Lage sind zu erfassen.

Sicherlich wird in Zukunft ein Teil der Moderationsarbeit auf Algorithmen und maschinelle Lernmechanismen übergehen. Dennoch muss bei einem Großteil der Entscheidungsprozesse der Mensch mitbestimmen, wenn es um die erfolgreiche Datensicherheit oder den Datenschutz bei Social-Media-Plattformen geht.

 

F-Secure Deutschland

12.01.21 3 Minuten Lesezeit

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